Eine der größten Herausforderungen in der bemannten Raumfahrt ist die Bewältigung der lebensfeindlichen Bedingungen des Weltraums: Schwerelosigkeit, künstliche Atmosphäre und kosmische Strahlung setzen dem menschlichen Körper in vielfältiger Weise zu und müssen sorgfältig bei jeder Mission mitbedacht werden. Eine medizinische Betreuung der Astronauten beginnt dabei bereits Monate vor dem Start und intensiviert sich während des Einsatzes noch einmal merklich.
Doch bietet die Raumfahrt der medizinischen Forschung auch ein großes Potenzial. Der Wegfall der Gravitation erlaubt das Isolieren und Studieren von Körperfunktionen wie es auf der Erde nicht möglich wäre. So trägt die Raumfahrtmedizin signifikant zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn bei – auch weit über die Anforderungen und Bedingungen der Raumfahrt hinaus.
Im Gespräch mit Moderator Tim Pritlove führt Prof. Dr. Rupert Gerzer, Leiter des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin, in die medizinischen Aspekte der Raumfahrt ein und erläutert die Zusammenhänge von Forschung und Betriebsanforderungen der bemannten Raumfahrt.
Dauer: 01:27:06
Aufnahme: August 2011
Links:
- DLR: Rupert Gerzer
- DLR: Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des DLR
- Erdbeschleunigung
- Schwerelosigkeit
- Europäisches Astronautenzentrum (EAC)
- Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des DLR
- Bettruhe
- RZ011 Astronautenausbildung
- DLR: Internationale Raumstation ISS
- Bemannter Marsflug
- Quarantäne
- Immunsystem
- Gleichgewichtsorgan
- Zentrifugalkraft
- Waleri Wladimirowitsch Poljakow
- Nierenstein
- Kalium
- Oxalate
- Herzinfarkt
- Antimikrobielle Substanz
- Strahlung
- Süddeutsche Zeitung: Strahlendosimetrie – Gefahr aus dem Weltraum
- Strahlenbiologie
- DLR: Forschungsanlage :envihab
- Ultraviolettstrahlung (UV)
- Skelett
- Supernova
- Proton
- Ion
- Exobiologie
- Mikroorganismus
- Reinraum
- Spore




Wunderbar! Endlich mal wieder eine neue Sendung. Weiter so Tim!
super lehrreiche Folge!
Habe mich schon drauf gefreut und war sehr begeistert – und auch mal wieder fasziniert davon, was Menschen sich freiwillig antun – Respekt!
Ein toller Start nach der Sommerpause!
Wow, wieder eine ganz tolle Folge, die mir wieder viele neue Aspekte gezeigt hat!
Bei einem Flug zum Mars oder einer Station auf dem Mond dürfte das Thema Weltraummedizin sehr schwierig werden.
Wurde eigentlich auch schon über eine Schlafzentrifuge nachgedacht?
Die Reaktionen des Körpers sollten ja auch im Schlaf funktionieren, und der Mensch schläft ja normalerweise über mehrere Stunden…
Als erste Lösung eine Mondkolonie in Lava-Tunneln ist auch finanztechnisch das logische Naechste. Zelt- und Vacuumloesungen sind m.E. auf Dauer zu risikoreich. Weltrumexpeditionen können nur von erdfernen Stationen mit heutigen Methoden bewerkstelligt werden.
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