RZ041 Envisat

Der Satellit ENVISAT hat in seiner zehnjährigen Betriebszeit die Erdbeobachtung nachhaltig beeinflusst

Episode image for RZ041 EnvisatDer Erdbeobachtungssatellit Envisat war nicht nur einer der größten seiner Art, er war auch ein Tausendsassa in seiner Disziplin. In seiner zehnjährigen Betriebsphase - doppelt so lang wie ursprünglich geplant -  hat er die Erdbeobachtung maßgeblich geprägt und für vollkommen neue Forschungsfelder und Nutzungen erschlossen.

Durch Envisat konnte erstmals ein umfangreiches Bild der Erde geschaffen werden und es wurde die Grundlage für die moderne Umweltforschung gelegt: Ozeanverschmutzung,  Tropenwaldabholzung oder die Luftverschmutzung durch die Industrie - die hochentwickelten Instrumente an Bord des Satelliten lieferten vollkommen neue Einblicke in die globalen Auswirkungen unserer modernen Zivilisation.

Doch auch für die Vermessung der Erde und die wissenschaftliche Forschung im Allgemeinen war Envisat ein Durchbruch, konnte man mit ihm nun beobachten, wie sich Städte durch den U-Bahn-Bau um Zentimeter absenkten und ganze Länder durch Erdbeben um Meter verschoben. Envisat konnte Vulkanen beim "Atmen" zuschauen und erlaubte die Beobachtung des Ozonlochs. Die hohe Qualität der Daten eröffnete auch schrittweise den Weg von der wissenschaftlichen Forschung hin zu einer wissenschaftlichen Dienstleistung für die Welt.

Dauer: 1 Stunde 26 Minuten

Aufnahme: Juni 2012


Michael Rast
Head of Science Strategy, Coordination and Planning Office, ESRIN, ESA

Im Gespräch mit Tim Pritlove berichtet Michael Rast ausführlich über die Vorgeschichte, Technik und Aufgabenstellung des Projekts, die wissenschaftlichen Ergebnisse, die allgemeine Bedeutung, die Envisat zuletzt für die gesamte Erdbeobachtung  gehabt hat und was die langfristigen Auswirkungen für kommende Missionen der ESA und der Raumfahrt im allgemeinen sind.

Links:

6 Gedanken zu “RZ041 Envisat

  1. VW-Bus

    Moin,
    es gibt einen Nachbau von Envisat in Originalgröße auf dem Geländer der Space Expo in Nordwijk.
    @ Tim: Das Model ist gut von der Strasse aus zu sehen, wenn Du mal wieder nach Nordwijk kommst. (http://www.openstreetmap.org/?lat=52.215232&lon=4.421353&zoom=18&layers=M&mlat=52.21513&mlon=4.42128).

    Hier 2 Fotos mit Fahrrädern zum Größenvergleich:
    http://www.panoramio.com/photo/2762087
    und
    http://www.panoramio.com/photo/64496162

    Gruß
    Sven

  2. Ich habe mir die Bilder vom World Fire Atlas angesehen. Einige rote Punkte gibt es auch in Deutschland. Laut Webseite werden Feuer ab 38,85 ºC gesehen. Möglicherweise könnten so auch unterirdische Feuer beobachtet werden, die sonst – soweit ich weiß – mit Flugzeugen detektiert werden.

  3. Nachdem ich gehört habe was es alles für Auswertungen gibt würde mich auch interessieren ob es eine Auswertung der Sauerstoffkonzentration auf dem Planeten gibt?

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