RZ056 Forschung in der ISS

Organisation und Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeit in der Raumstation

Episode image for RZ056 Forschung in der ISSDie Internationale Raumstation umrundet die Erde alle 90 Minuten und ist für den kundigen Betrachter sogar regelmäßig mit bloßem Auge auszumachen — doch die tatsächliche Arbeit an Bord und ihre Bedeutung für die Wissenschaft bleibt dem einfachen Betrachter meist verborgen. Dabei spielt die ISS eine wichtige Rolle in der modernen Forschung und ist derzeit die einzige Möglichkeit, Langzeitforschung in der Schwerelosigkeit durchzuführen.

Dauer: 1 Stunde 51 Minuten

Aufnahme: Juli 2013


Martin Zell
Abteilungsleiter für die Nutzung der ISS, ESTEC, ESA

Im Gespräch mit Tim Pritlove erläutert Martin Zell — Abteilungsleiter für die Nutzung der ISS beim ESTEC und auch zuständig für das Astronautentraining am EAC – die Aspekte der wissenschaftlichen Planung, die Dimension und Bedeutung der Forschung an Board und welche neue Anwendungen die Raumstation künftig ermöglichen kann.

Themen

Begrüßung und Vorstellung  — Aufgaben der ISS  — Organisation und Finanzierung der ISS  — Wissenschaft an Bord  — Research Announcement  — Forschungsgebiete  — Medizinische Forschung  — Biologische Forschung  — Astrobiologie  — Physik  — Fundamentalphysik  — Astrophysik  — Grundlagenforschung  — Biologische Experimente  — Internationale Forschungsteams  — Astronautentraining  — Physik und Materialforschung  — Langzeitexperimente  — Kurzzeitexperimente  — Astronautenzyklus  — Bedeutung der ISS für die Forschung  — Betriebsdauer und Ausbau der ISS  — Die ISS und die Öffentlichkeit  — Resümee und Ausblick

RZ055 Planck

Das Weltraumteleskop zur Erforschung der Entstehung des Universums

Episode image for RZ055 PlanckDas Planck-Weltraumteleskop ist ein ambitioniertes Projekt der ESA, das sich der Beobachtung der Kosmischen Hintergrundstrahlung verschrieben hat, die als Überbleibsel des Urknalls das erste zu beobachtende Ereignis des Universums ist.

Das 13 Milliarden alte, ausgesprochen schwache Licht wird dabei aus allen Richtungen empfangen im Mikrowellenbereich empfangen. Durch massiv heruntergekühlte, langsam rotierende Instrumente gelang es Planck, eine hochauflösende, lückenlose Karte von der Entstehung unseres Universums zu erzeugen. 2013 konnte die 2009 in Betrieb gegangene Sonde ihren Auftrag erfolgreich abschließen.

Dauer: 1 Stunde 41 Minuten

Aufnahme: Juni 2013


Nikolai von Krusenstiern
ESOC, ESA

Im Gespräch mit Tim Pritlove berichtet Nikolai von Krusenstiern von den Anforderungen und Herausforderungen des Projekts, den bisherigen Erkenntnissen zum Urknall, die aufwändige Messung der Hintergrundstrahlung durch Planck, die komplizierte Bahnsteuerung und die geplante Inbetriebnahme, die ihre ganz eigenen Herausforderungen an das Team stellt.

Themen

Begrüßung und Vorstellung  — Doppelmission Herschel-Planck  — On-Board Software Maintenance  — Der Urknall  — Planck und die Hintergrundstrahlung  — Die Planck-Instrumente  — Raumfahrzeug und Flugbahnsteuerung  — Datenübertragung  — Missionsende  — Den Satelliten aus dem Weg räumen  — Sichere Abschaltung  — Wissenschaftliche Ergebnisse

RZ054 Space Elevator

Konzept und die mögliche Realisierung des Weltraumbahnhofs des 21. Jahrhunderts

Episode image for RZ054 Space ElevatorDie Raumfahrt stößt mit raketenbasierten Starts von Raumfahrzeugen auf große und bislang unüberwindliche Probleme. Um Orbits zu erreichen oder gar den Einfluss der Erdanziehung komplett zu verlassen ist der Anteil der Nutzlast bei dem tatsächlich beschleunigten Material nur sehr gering. Das macht die Raumfahrt teuer, aufwändig und gefährlich, setzt die Raumfahrzeuge schon beim Start großen Belastungen aus und wie auch viele gescheiterte Starts immer wieder gezeigt haben, sind hier dem Forschungstrieb der Menschheit große Grenzen gesetzt.

Doch eine Idee treibt die Wissenschaft von Anbeginn an um: was wäre, wenn man einen Fahrstuhl bauen könnte, der Material und Personen über ins All gespanntes Seil in die Höhe bringen könnte, das nur durch die Fliehkraft der Erde senkrecht über der Oberfläche steht? Die Beschränkungen der Raketenraumfahrt wären damit Geschichte, doch stellte das Konzept die Wissenschaft bislang noch vor unlösbare Herausforderungen.
Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels und es scheint, als ob wir uns einer Zeit nähern, in der die notwendigen Schlüsseltechnologien für einen Weltraumfahrstuhl langsam zusammen kommen. Dies würde dann in der Folge der Menschheit einen direkten Zugang zum All ermöglichen, die nahezu alle heutigen technischen Realitäten in eine neue Dimension überführen könnten.

Dauer: 1 Stunde 34 Minuten

Aufnahme: Juni 2013


Markus Landgraf
ESOC, ESA

Im Gespräch mit Tim Pritlove erläutert ESA-Missionsanalyst Markus Landgraf den Stand der Technik, die noch erforderlichen technologischen Durchbrüche und die denkbaren Nutzungsszenarios eines Weltraumbahnhofs des 21. Jahrhunderts.

Themen

Intro  — Vorstellung  — Probleme der Raketenraumfahrt  — Der Weltraumturm  — Ein Seil aus dem Orbit  — Ein Fahrstuhl ins All  — Die Vision der Science Fiction  — Das neue Material  — Energie aus dem All  — Fahrgeschwindigkeit  — Inkrementeller Aufbau  — Fahrstühle zu Bahnhöfen  — Herausforderungen des Fahrstuhlbetriebs  — Zerstörung des Seils  — Wettereinflüsse  — Bodenstation  — Asteroiden  — Internationale Aktivitäten  — Zukünftige Nutzung

RZV001 Der Parabelflug

Wie ja schon in Ausgabe RZ026 Forschen in Schwerelosigkeit bekannt wurde, war Raumzeit-Moderator Tim Pritlove für uns beim 18. DLR-Parabelflug mit an Bord und hat sein Erlebnis dort in Bild und Ton festgehalten. Dieses Material wollen wir Euch nicht vorenthalten und so ist ein einstündiges Video entstanden, das Euch ein Gefühl dafür geben soll, wie es auf einem solchen Flug zugeht.

Die Parabelflüge, die neben den Wissenschaftlern auch Gäste zulassen, sind natürlich die Ausnahme. Wird sonst der ganze Platz für Experimente genutzt, ist die Raumaufteilung hier anders. Dies ist besonders für Astronauten ideal, die sich so auf die Schwerelosigkeit im All vorbereiten können. So ist auf diesem Flug auch Samantha Cristoforetti mit dabei – unsere Gesprächspartnerin in RZ011 Astronautenausbildung. Sie ist dann auch noch Teil einer spektakulären Rettungsaktion in der Schwerelosigkeit.

Im ersten Teil des Videos erscheinen die Köpfe der Interviewten leider etwas abgeschnitten. Das liegt daran, dass sich zu Beginn des Flugs die Ausrichtung der Helmkamera unbeabsichtigt verschoben hat – Entschuldigung dafür. Im letzten Teil ist die Perspektive dann besser.

Zum Abschluss des Jahres hoffen wir, dass das Video Euch Spaß macht und einen weiteren Einblick in das Wesen der Raumfahrt gibt. Wir möchten uns auch für das große Interesse bedanken, das Ihr dieser Gesprächsreihe in ihrem ersten Jahr entgegengebracht habt, und auch für die vielen ermutigenden Kommentare und Zuschriften. Wir werden Raumzeit 2012 in gewohnter Manier fortsetzen und hoffen, neben spannenden Themen und Gesprächspartnern auch noch ein paar Überraschungen präsentieren zu können.