RZ075 Geologische Zeit

Die Bestimmung des Alters der Erde und des Sonnensystems

Über Jahrhunderte hat die Menschheit sich Erkenntnisse und wissenschaftliche Methoden erarbeitet, um das Alter der Erde und eine Einteilung ihrer Lebenszeit in wichtige Zeitalter vorzunehmen. Die Ergebnisse zahlreicher Raumfahrtmissionen haben diese in Korrelation mit der Entstehung des Monds und anderer Planeten in Synchronisation zu bringen. Die Geologie ist dabei Profiteur und Treiber weiterer kosmologischer Forschung. Einige Fragen bleiben offen, doch blicken wir bereits auf eine dichte Informationslage.

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Karl Urban
Karl Urban

Wir sprechen mit Karl Urban, Geologe und Raumfahrtjournalist über den Stand der Wissenschaft in bezug auf geologische Zeiträume und unser Wissen über die Entstehung des Sonnensystems und unserer Erde.

14 Gedanken zu „RZ075 Geologische Zeit

  1. Ähhh, erstklassige Unterhaltung. Ähh, sehr komplexes Fachwissen. Äh, kein Zweifel. Ähhhhh… ist genau ist eigentlich ähh, ist eigentlich äh, äh eine eine rekurrierende Form der Zustimmung, die äh, gerne sympathisch wirkt. — Aber das; war zu viel des Guten.

  2. Der Fachmann???

    Ich spitze solche Ohren wenn ich diesen Podcast höre.

    Der Experte auf diesem Gebiet war Hawking.
    Er hat die Grenzen des Wissens überschritten und der Geschichte viele Fragen hinterlassen

  3. Ein sehr interessantes Zusammentreffen. Ich höre sowohl Raumzeit als auch den AstroGeo Podcast von Karl Urban von Beginn an mit großer Begeisterung. Ich bin gespannt, was die Zusammenarbeit in Zukunft für neue Themen zu Tage bringt.

    • Ein Team, wie Batman und Robin, hat sich nicht gefunden.
      Die Zusammenarbeit verschränkt sich normalerweise auf 1 Interview, wenige kommen 2x Mal zum Gedankenaustragen vorbei.
      Das konzeptuelle Durchleuchten der Themen funktioniert gut ohne Expertenrunden. Die Schwierigkeitsgrade sind unterschiedlich, auch für den Moderator.

  4. Daß also muss man dem Pritlove lassen. Er ist immer top vorbereitet. Und was mich darüber hinaus erstaunt, wie weit und tief er auch den Spezialisten in die Materie folgt. Es macht mir selbst dann wenn ich den Faden schon verloren habe noch Spaß. Seine Art gegenüber allem und jeden gleich lässig durch das Gespräch zu leiten finde ich dem Gegenstand der Aufklärung sehr hilfreich und dienlich. Binokular mit dem kompetenten Gesprächspartner fachsimpeln, ohne Effekthascherei und akademischer Phrasen,, echt sinnvoll über Forschung und Physik reden finde ich Dank Ti’s schöner ontologischer Balance durch den Raumzeit Podcast erreicht. Natürlich wird die Revolution dabei nicht stehen bleiben. Diese Himmelsgucker waren doch immer schon, teure Spinner. LG. A.E.

  5. Puh, wollte die “M’s” zählen – habe bei unendlich aufgehört. Leider ziemlich nervige Folge mit einem Gast, der nur abgeschweift ist…

  6. Danke für die schöne Folge. Geologie finde ich immer sehr spannend. Hätte es mich in die Naturwissenschaften verschlagen, wär das wahrscheinlich mein Favorit gewesen.

    Zur Plattentektonik möchte ich anmerken, dass ich den Eindruck habe, dass die Ablehnung dieser Theorie bis in die 50er gern etwas überdramatisiert wird. Also da gab es bestimmt wissenschaftliche Grabenkämpfe, aber mein Eindruck ist, dass man sich da einseitig die sehr ablehnenden Stimmen dieser Zeit raussucht. Hier mal ein Gegengewicht aus Carl Friedrich von Weizsäckers Vorlesung “Die Geschichte der Natur” von 1946 (zitiert aus der 9. Auflage von 1992, S. 78):
    “Die verbreitetste Ansicht ist heute, daß nicht eine Abkühlung, sondern eine zeitweilige zu starke Erwärmung durch die Radioaktivität die Bewegung tiefer Schichten auslöst, die sich an der Oberfläche in den Faltungen verrät. Es mögen etwa zu warm gewordene Teile des Erdinnern aufsteigen, andere absinken, und die entstehenden, in Jahrmillionen langsam kreisenden Ströme der Unterlage die auf ihnen ruhenden Schollen ein Stück weit mitführen und dabei pressen und falten. Wegener hat die bekannte Hypothese ausgesprochen, daß die Kontinente Amerika und Europa-Afrika einst zusammengehangen hätten und sich seit einigen hundert Millionen Jahren voneinander langsam entfernten, während das Meer den breiter werdenden Riss – den Atlantischen Ozean – füllte. Diese Vermutung wird heute noch umstritten, wenn sie aber zutrifft, wird auch diese Wanderung der Kontinente mit Strömen im Erdinneren zusammenhängen.”
    Zu dem Thema wäre mal eine wissenschaftsgeschichtliche Arbeit spannend 🙂

    • Da wir uns im Raumzeit Podcast befinden, sind die “Theorien zu der Entstehung von Planeten”, die eigentlich passende Fortsetzung hier.

      Aber weil ich neugierig bin, was findest Du am Diskurs der Plattentektonik spannend?

      • Ich finde Wissenschaftsgeschichte und die Art und Weise wie wissenschaftliche Diskurse funktionieren generell spannend. Im Plattentektonikthema kommt mit Wegener noch eine ziemlich breite mediale Verarbeitung dazu, die bis heute diesen Diskurs in Dokus aus dramaturgischen Zwecken gern in ein bestimmtes Licht rückt.
        Die Frage wäre dann, wie sehr sich mediale Darstellung und die Quellen bezüglich des Diskurses miteinander decken, wo es zu Abweichungen kommt, und warum das so ist. Im Podcast wurde ja z.B. schon angedeutet, dass die Berichterstattung zu dem Thema sich immer sehr auf Wegener konzentriert, anstatt z.B. auch Frau Tharp, woran man wahrscheinlich recht schön die Vorliebe für und die Stilisierung von Heldengeschichten demonstrieren kann.

        • Also, der Wert ist der Mann, die Suffragetten suchen sich Nischen und Donald Trump schreibt das Ende der Geschichte in die Bibel. Mehr gibt es nicht zu wissen. Ach doch, eins noch, die Chinesen steuern die Welt nun mit ihrem guten Gewissen.

  7. Höre die inspirierenden und informativen Gespräche der “Raumzeit” immer wieder gerne. Kann grundsätzlich sowohl die positiven als auch die negativen Bewertungen dieser Folge nachvollziehen. Man sollte aber die kritischen Stimmen nicht überbewerten. Bin auch Geologin und habe an manchen Stellen den auch Eindruck gehabt, dass das sich Herr Urban etwas übernommen hat, verstehe aber, dass es nicht möglich ist, die aktuelle Fachliteratur zu allen Sachverhalten zu kennen.
    Was das Thema natürliche Radioaktivität (Uran- und Thoriumzerfallsreihen und Kalium-40) angeht und ihre Rolle in Bezug zur Erderwärme: Die sogenannte geothermische Tiefenstufe beträgt (im MIttel) 3°C pro 100 m, d.h. wenn man davon ausgeht, dass die oberflächennahe Bodentemperatur bei 7-9°C liegt, kann man davon ausgehen, dass sie in 100 m Tiefe bei 10-12°C, in 1000 m Tiefe bei etwas über 30°C und bei 5000 m Tiefe bei etwa 150°C liegt. Dieser Faktor ist anhand vieler Bohrdaten belegt. Allerdings gibt es aktive vulkanische Regionen in denen man schon deutlich schneller höhere Temperaturen erreichen kann. Und es gibt auch (allerdings deutlich kleinere) Abweichungen wo erhöhte Konzentrationen der o.g Radionuklide (vor allem Uranlagerstätten) vorkommen. Schade, dass die natürlich Erdwärme nicht in verstärktem Maß zur Energiegewinnung herangezogen wird.
    Was die natürlichen Radionuklide angeht: Die sind in der Erdkruste in höheren Konzentrationen als im Mantel vorhanden und dadurch selbstverständlich auch in unseren Böden. Wir nehmen sie täglich über alle Nahrungsmittel auf. Auch über das Wasser, deswegen wurden auch Grenzwerte für Trinkwasser eingeführt. Unser Körper hat dadurch so hohe Radionuklidkonzentrationen, dass wir uns gegenseitig – auch wenn wir nicht lächeln – ständig anstrahlen. Außerdem atmen wir mit unserer natürlichen Atemluft ständig das einzige Edelgas der Zerfallsreihen – Radon – ein. In Gebäuden reichert sich Radon oft an. Da es die nach Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs ist gibt es auch hier seit kurzem gesetzliche Regelungen, die auf eine Reduzierung der Radonkonzentration (vor allem an Arbeitsplätzen) abzielen (siehe auch http://www.bfs.de/radon).

  8. Habe mir die Karte angeschaut, hätte mir so gerne einen Detektor gekauft. aber es gibt sooo viele davon. Wäre bestimmt auch klimaschädlich.

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