RZ039 Der Mond

Über den Stand der Erkenntnis über unseren Erdtrabanten

Manche Planeten haben viele, manche haben keine, die Erde hat nur einen: einen Mond. Der Erdmond ist der nächste Himmelskörper und der einzige, der bisher von Menschen erreicht wurde. Der Mond ist Forschungsobjekt und Traumgestalt in einem und hat die Menschheit seit jeher fasziniert.

Nach der explosiven Frühphase der Raumfahrt, die durch den Wettlauf zum Mond und letztlich den ersten erfolgreichen Besuch eines Menschen auf seiner Oberfläche gekennzeichnet war, ging das Interesse am Mond zunächst stark zurück. Erst in den letzten Jahren gibt es ein Wiederaufflammen des Interesses, geprägt vom bahnbrechenden Nachweis von Wasser auf dem Mond und der potentiellen Nützlichkeit des Trabanten für künftige Missionen in unser Solarsystem.

Dauer:
Aufnahme:

Harald Hoffmann
Harald Hoffmann
Institut für Planetenforschung, DLR

Im Gespräch mit Tim Pritlove erläutert Harald Hoffmann – Wissenschaftler am DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof – die bisherigen Erkenntnisse über den Erdmond, welche Unklarheiten über Entstehung und Wesen des Himmelskörpers noch bestehen, welche überraschenden Eigenschaften der Mond teilweise aufweist und wofür man gerüstet sein müsste, würde man selbst auf dem Mond herumwandern wollen.

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12 Gedanken zu „RZ039 Der Mond

  1. Hallo,
    kann es sein, dass der RSS Feed nicht ok ist?
    Instacast 2.0.1 findest Episode 39 nicht und beim erneuten abonnieren gibts nen XML Parser Fehler.

  2. Ich wusste ja schon, dass der Mond mehr ist als ein toter Felsbrocken, aber wieviel interessantes da noch zu erforschen ist, hätte ich nicht gedacht. Vielen Dank für die Einblicke!

  3. Sehr interessante Sendung! Wohltuend sachliche Erklärungen, Hinweis auf verschiedene Hypothesen zur Mondentstehung usw. Unklar ist für mich die Aussage, dass der Vulkanismus vor 1,1 Mia. Jahren beendet gewesen sein soll. Im Buch “Der Mond” von den bekannten Wissenschaftlern wird ebenfalls dies behauptet und als Beweis “milliarden Jahre altes Vulkanglas” bildlich (klar durchscheinend) dargestellt. Wenige Seiten später wird in demselben Buch gelehrt, dass dieses Vulkanglass in “Millionen von Jahren” rekristallisiert, blind und dunkel wird. Beide Aussagen widersprechen sich, es könnte hier auf einen Hinweis auf einen deutlich jüngeren Mond handeln. Auch der Vergleich der Auswertungen der von den Apollo-Missionen aufgestellten Seismometern mit den tatsächlichen Einschlägen auf dem Mond seit dem LHB in den Maria passt absolut zeitlich nicht zusammen und deutet auf einen wesentlich jüngeren Mond. Zahlreiche Überlieferungen der Menschheit berichten von einer mondlosen Zeit, der Mondentstehung und – hier ist der kausale Zusammenhang deutlich – von Tageszeitverlängerungen. Es wäre zu hinterfragen, ob die radiometrischen Datierungen, die einen 4,5 Mia. Jahre alten Mond belegen, tatsächlich in jedem Fall, also auch bei einer so gigantischen Katastrophe wie der Mondentstehung, konstante Halbwertzeiten liefern oder ob der Mond, wie unserer Vorfahren es berichten, deutlich jünger ist.

  4. Schöne Folge, aber ich hatte den Eindruck, dass Herr Hoffmann sich an einigen Stellen nicht getraut hat, richtig ins Detail zu gehen und Tim hat es da verpasst mehr nachzuhaken. Also ruhig mehr Mut zur “Tiefe”. Ein halbe Stunde mehr, hätte dem Thema gut getan.

  5. Ich frage mich, ob, als der Mond weitgehend auskühlte und schrumpfte, es Setzungsrisse gegeben hat? Die müssten jetzt aber unter einer dicken Schicht verfestigten Staub liegen. Ich könnte mir vorstellen, dass entlang dieser Risse das Magma an die Mondoberfläche gelangt ist. Oder die beim Einschlag entstandenen Risse reichten sehr tief.

  6. Ein paar Gedichte über den Mond,
    Wo seit Urzeiten Frau Luna wohnt:

    UNSER MOND

    Der Mond ist aufgegangen,
    Zeigt seine narbigen Wangen.
    Er erhellt uns die finst’re Nacht,.
    Bis der neue Morgen erwacht.

    Der Erde treuer Begleiter
    Stimmt uns mal traurig, mal heiter;
    Berührt das menschliche Gemüt,
    Gebannt man ihm ins Antlitz sieht.

    Verliebte mögen den Mondschein,
    Sind mit sich und dem Mond allein.
    Mondsüchtige treibt er aufs Dach,
    Auch Tiere bleiben länger wach.

    Der Mond besitzt enorme Kraft,
    Womit er die Gezeiten schafft.
    Doch er zieht sich langsam zurück,
    Entfernt sich leider Stück um Stück.

    Ohne Mond kämen wir in Not,
    Er hält die Erdachse im Lot.
    Wir woll’n vor dem zu Bette geh’n,
    Nochmal hoch zu Frau Luna seh’n.

    MONDFINSTERNIS

    Großes Schauspiel am Himmelszelt,
    Auf den roten Mond blickt die Welt.
    Frau Luna schaut sehr finster drein,
    Im Erdschatten so ganz allein.

    Nun abgeschirmt vom Sonnenlicht,
    Verdüstert sich das Mondgesicht.
    Das ist nicht allzu oft der Fall,
    Zu sehen auch nicht überall.

    Nur bei Vollmond zu verfolgen,
    Wenn denn mitspielen die Wolken.
    Der Eklipse Faszination
    Erlagen Menschen immer schon.

    Es bringt die Himmelsmechanik
    Uns das Mondlicht bald zurück.
    Der Erde treuer Begleiter
    Kann blicken wieder heiter.

    WETTLAUF ZUM MOND

    Am Anfang war der Sputnikschock,
    Gefolgt von Gagarin’s Wostok.
    Die Russen eilten weit voraus,
    Sonnten sich lange im Applaus.

    Kennedy hatte die Vision,
    Zum Mond sollte geh’n die Mission.
    Der Kampf der Systeme setzt ein,
    Nur ein Land konnte Sieger sein.

    Man hat dafür alles gegeben,
    Beklagte leider Menschenleben.
    Mit Apollo in den Mondumlauf,
    Die Landefähre Eagle setzt auf.

    Neil Armstrong war es vorbehalten,
    Das Sternenbanner zu entfalten;
    Doch stand am Ende im Wettstreit
    Ein großer Sieg für die Menschheit.

    SUPERMOND

    Der Mond über Haus und Wiese
    Zeigt sich heut’ als wahrer Riese,
    Als ob er uns in der Krise
    Hier unten nicht allein ließe.

    Lang genug hat man ihn verschont,
    Nun will man wieder hin zum Mond.
    Höchste Zeit, dass ein Astronaut
    Mal wieder nach Frau Luna schaut.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

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