RZ088 GEO600

Über die Technologie zur Detektion von Gravitationswellen

Unter dem unscheinbaren Namen GEO600 versteckt sich auf einem Feld in der Nähe von Hannover eine ebenso unscheinbare Anlage, die aber einen großen Einfluss auf die Forschung an Gravationswellen hat. Denn dort wird die Technologie, die weltweit in den Gravitationswellendetektoren zum Einsatz kommt maßgeblich mitentwickelt und vorangetrieben.

Gravitationswellen wurden 2016 in das Licht der Öffentlichkeit gehoben, nachdem mit den LIGO-Detektoren in den USA das erste Signal empfangen werden konnte. Die LIGO-Detektoren waren kurz vorher mit der neuesten Technik, die am GEO600 getestet wurde, ausgestattet worden. Und für die Zukunft werden weitere Maßnahmen erwogen, um die Erkennung der Gravitationswellen noch weiter zu verfeinern und damit das Zeitalter der Gravitationswellenastronomie einzuläuten.

Dauer:
Aufnahme:

Harald Lück
Harald Lück

Ich spreche mit Harald Lück, dem Forschungsgruppenleiter für Laserinterferometrie & Gravitationswellen-Astronomie des Albert-Einstein-Instituts (bzw. Max-Planck-Instititut für Gravitationsphysik) in Hannover über den Aufbau von GEO600, welche technischen Herausforderungen gemeistert werden musste, um einen funktionierenden Detektor von Gravitationswellen zu entwickeln und zu betreiben.

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17 Gedanken zu „RZ088 GEO600

  1. Endlich wieder eine neue Folge des gepflegten Gespräches mit hohem Informationsgehalt.
    Danke dafür!
    & Spendenobolus dagelassen

  2. Herzlichen Dank für die interessante Sendung. Harald kann sehr gut erklären; die Sachverhalte ohne visuelle Hilfsmittel nachvollziehbar darzulegen ist bestimmt nicht trivial, hier aber bestens gelungen. Top Podcast, gerne wieder, 5/5 Sterne 😉

  3. Wenigstens taugt es zum einschlafen.

    Sowas zu verstehen ist hier echt Nebensache.

    Und nur demjenigen vorbehalten der genau das paar Jahre lang studiert und dann paar Jahre lang angewendet hat.. loooool

    Ein super freak.

    Aba danke.
    Wenigstens konnte ich einschlafen

  4. Power recycling Spiegel, da habe ich stop gedrückt. ABER ich freue mich schon jetzt auf den Tag da ich diese Folge einmal zu verstehen wag und zwar ganz einleuchtend, mit vollständig Taxonomischen Backfocus in jeder App. – Die Jungs können jedenfalls hören wenn der Hamster bohnert. – Ist doch schön zu fantasieren von Röntgenstrahlung um Galaxienclustern, alles halt noch ein paar Nummern diametraler als ne Biographie über Einsteins uneheliche Tochter. Totem & Tabubruch

  5. Was ist denn nun mit den Grawitationswellen, sind die echt oder ist die exakte Wissenschaft noch geteilter Ansicht über den Apparaturaufbau?

    Gravitationswellen sind für meine Philosophie das Ende des Begriff vom Nichts. Damals ein Synonym für Leere und schließlich den Weltraum als solchen ohne Materie. Jedenfalls ist es damit vorbei. Ein Riß geht durch den Raum, im Nichts wird über die Zeit verschoben, was keinen Rest und keine Wurzel in der Form hat.

    • Um das zu kommentieren müsste Dir noch eine Schicht um das Gehirn wachsen, denn in den Formen zeigt sich was die komplexen Messungen sind. Gedankliche Abstraktionen lebendiger Formeln, also Hybris der selbst beherrschenden Gedanken oder reine Wissenschaft, dialektischer Forschergeist. Es wäre mal an der Zeit für eine Sendung zur Bedeutung der Zwerge der Wissenschaft für den Baum der Erkenntnis, bzw. einer Taxonomie der Kosmologie.

  6. Danke für eine wunderbar langes Gespräch, in dem der begeisterte Experte bereitwillig jedes Detail dem wussbegierigem Laien aufdessen begierige Nachfragen hin in freundschaftlichem Ton und totaler Gelassenheit erklärt.
    Danke!

  7. Toller Podcast, tolle Fragen, tolle Antworten, ein ruhiges, entspanntes Gespräch bei dem man Tims Begeisterung merkt und nachvollziehen kann. Man fühlt quasi das gedacht “Krass” oder “whooaaat???” 😉

    Beide Sprecher haben eine sehr angenehme Sprechstimme und die Erklärungen von Harald sind sehr laienverständlich und man spürt das er über sein Projekt, vermutlich sein Lebenswerk spricht. Da scheint jemand seine Berufung sehr zu lieben.

    DANKE!

  8. Wie ich mich gefreut habe, als Harald Lück zum ersten Mal Novae gesagt hat…
    …mit kurzem “o” und getrenntem “ae”.
    Da musste ich an meine Lateinlehrerin denken.
    Hört man leider viel zu selten.

    Auch sonst eine klasse lehrreiche Sendung!

  9. Joa, schließ’ mich gerne an, super Folge. Als Laie versteht man zwar nur Bruchteile wirklich, aber das ist trotzdem, vor allem in dem Detail und der Länge, ein super Einblick was da für abgefahrene Ingenieuers- und Wissenschaftsleistungen abgeliefert werden. Spiegelkorrektur mit Heizung, Positionierung mit elektrischen Feldern, abgefahrener Mist, wirklich 🙂 Sobald meine Finanzen wieder stabiler sind kommt von mir auch ein Spendenobelix, versprochen. Schei*kohle hrmpf….

    • Würde gerne noch auf eine Produktion hinweisen, die mit vergleichbarem Format, Detailtiefe, Länge etc. mir’n ähnlicher Hörgenussfaktor war:
      http://alternativlos.org/36/
      Anderes Thema, Plasmaphysik/Kernfusion, und schon älter, aber sehr hörenswert imho.
      (und außerdem als Hinweis, dass die ollen Zausel da ooch mal wieder was machen könnten ;))

  10. Also meine Euphorie hält sich bei dieser Folge in Grenzen. Ich gebe auch offen zu, dass ich wohl ein Gravitationswellen-Banause bin. Ist wahrscheinlich Feinschmeckergeschmackssache. Trotzdem sind einige Details interessant. Zum Beispiel wie akribisch und mit viel Ausdauer und Aufwand Wissenschaft betrieben wird. Meinen Respekt dafür!

  11. Wenn mans genau nimmt, detektiert Ligo wie alle GWDn nicht die Verzehrung der gesuchten Expansion, sondern die Wirkung der unbekannten auf die 5% an-erkannter Materie. Ich bin mir nicht sicher ob die Expansion überhaupt je als Materie erscheint oder als etwas der Physik entgegen gesetztes.

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