RZ087 Amateurastronomie

Selber in die Sterne schauen und dabei die Wissenschaft unterstützen

Astronomie ist kein Tätigkeitsfeld, das nur ausgebildeten Astronomen offen steht. Leistungsfähige Teleskope und Kameras sind schon lange in hoher Qualität in zunehmend erschwinglichen Preisklassen erhältlich und rund um die Welt werfen viele Sternenliebhaber ihren ganz privaten Blick ins Universum. Dabei steht bei vielen der Spaß an der Sache im Vordergrund, doch gibt es auch einige, die mit ihren Beoabachtungen auch die professionelle Sternenwissenschaft unterstützen oder sogar ihre eigenen Entdeckungen machen. Das Internet und frei verfügbare Software zur spezifisch auf Astronomie ausgerichteten Bildbearbeitung tun ihr übriges, diese Aktivitäten möglich zu machen.

Doch für die Hobbyastronomen wird es auch zunehmend schwieriger an der Lichtverschmutzung der menschlichen Zivilisation vorbei einen hochwertigen Blick auf die Sterne zu erhaschen. Viele mischen sich daher auch in die lokale Politik ein und drängen die Entscheidungsträger zu einem gewissenhafteren Einsatz von Nachtlicht bis hin zur Deklaration ganzer Landstriche zu Sternenparks. Bleibt die zunehmende Population des Firmaments durch immer neue Satelliten, die auch die Profis vor Probleme stellen.

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Carolin Liefke
Carolin Liefke

Carolin Liefke arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Haus der Astronomie, einem Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit und Didaktik der Astronomie auf dem Campus des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg.

Das Haus der Astronomie stellt Lehrkräften in Universitäten, Schulen oder auch Kindergärten Materialien für den Unterricht von Astronomie und Astrophysik bereit, führt Kurse für Lehrerinnen und Schüler an und unterstützt generell die Vermittlung des Wissens über das Universum.

Wir sprechen über die Möglichkeiten der Amateurastronomie, welche Technik und Software zum Einsatz gebracht werden kann und wie Probleme der übermäßigen Beleuchtung der Städte und Siedlungen bekämpft werden können.

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22 Gedanken zu „RZ087 Amateurastronomie

  1. Ich finde, bei aller Technik-Affinität, der kulturelle/psychologische Aspekt von Starlink auf den Nachthimmel ist nicht zu unterschätzen. Wurde von der Gesprächspartnerin sehr gut rüber gebracht. Danke dafür.

    Eine Firma wie SpaceX darf sich auch fragen lassen müssen, ob es alle 40.000 Satelliten wirklich braucht, oder ob man nicht mit weniger Satelliten auskommt. Es geht ja auch um das Thema “Weltraumschrott””….

    • Weltraumschrott? Ist hier nicht die Rekrutierungsstelle der Schweizergarde? Ich habe so viele Masken genäht, die müssen doch irgendwo hin. – Jetzt mal ohne Flachs, hier geht es um Lohnverzicht und Sterne gucken mit der Rockerbox. Was soll das Gerede von Starlink, falscher Thread!

  2. Als ich mein 130mm Newton Teleskop bekam schaute ich gerne Jupiter und seine Monde, die Gelegenheit dafür war günstig. Jupiter stand tief in einer Schneise die von Bäumen gesäumt war, die Temperaturen sommerlich bei jahreszeitlich besten Seeing. Ich genoss jeden Abend den Anblick des majestätischen Gasriesen und seiner 4 Monde. – Später ich hatte zum 10mm Plössel nun ein 20mm UWA Okular hinzubekommen, schaute ich wieder Jupiter, wie durch einen schwarzen Tunnel und entdeckte diesmal, viel höher am Himmel wandernd, fünf, sechs sieben acht und mehr Jupitermonde. Aufgeregt lief ich an meinen Desktop und öffnete in der Wikipedia den Jupitereintrag. Da stand.. inzwischen 64 bekannte Jupiter Monde. Also seitdem weiß ich was ein Einsteiger Amateurteleskop Anfänger ist.

      • Ich habe hier von Jupiter geschrieben, weil es mir bei dieser Beobachtung um Jupiter und seine Monde geht. Das sollte doch klar geworden sein. Darüber hinaus ist das Thema Sterne, Amateure und Physik ein weites Feld. Worauf willst Du hinaus?

  3. Siehe auch auch: “Selbstorganisation der Materie
    Dialektische Entwicklungstheorie von
    Mikro- und Makrokosmos
    Christian Jooß (316ff.)”

  4. Will an den netten Ausführungen ja nicht rummeckern, aber vielleicht wäre der Hinweis hilfreich, dass neben dem Durchmesser auch die Brennweite eine Rolle spielt, gerade bei der Astrofotografie. Und wofür das eine eher wichtig ist (Galaxien, “Nebel”) und wofür das andere (z.B. Planeten), und wie groß das Gesichtsfeld dann eigentlich ist (wie bei der Fotografie eben auch). Oder kam das noch? Vielleicht hab ich’s überhört…

    Es gibt eine sehr schöne Podcast-Reihe des McDonald Observatory
    https://www.youtube.com/playlist?list=PL6Tiu-bJ8T4zIWQCYlWgO6F-Y0azHp9g2
    wo man live miterleben kann, was man durchs Teleskop so sehen kann. Lichtverschmutzung ist da ein Thema, aber auch die Zunahme an Satelliten. Immer wieder huschen da auch welche durch’s Bild.

    Und weil Tim gefragt:
    Wenn man schon eine Fotoausrüstung mit geeigneten Objektiven hat, kann man auch ohne Teleskop und ohne Nachführung mit vielen kurzen Aufnahmen interessante Bilder von einigen Galaxien produzieren. Ein Stativ sollte man allerdings schon haben. Mit etwas Übung bekommt man da schon einen guten Eindruck, wohin es mit Teleskopen gehen kann. Man merkt auch schnell, was ein dunkler Sternenhimmel ist.

  5. ASTROFREUNDE

    Sie blicken zu Mond und Sternen,
    Sind den Planeten auf der Spur;
    Reisen zu des Weltalls Fernen,
    Wenn auch mit Teleskopen nur.

    Unterwegs in finsterer Nacht,
    Im Banne der himmlischen Pracht;
    Licht aus, Sterne an, klare Sicht –
    Viel mehr brauchen sie dazu nicht.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

    • Avatar"Sunny" ich habe einen ganz einfachen Geschmack von allem immer nur das Beste sagte am :

      Handlungsreisende, wenn Sie auf meinem Planeten vorbei kommen, melden Sie sich doch mal mit ihrem Teleskopkoffer. Vielleicht ist ja das eine oder andere für mich dabei. Oder für meinen Nachbarn, der schmiert Ihnen auch gern ein Butterbrot für die Weiterreise.

      Romantiker, Kepler, Enterprise, Astro Päpste, Erlkönig vs. Sonnenkönig, Staunen der Ästhetik des Staunens, Perspektiven, Raumzeit, Dimension, Tau-Kappe , Echt Name, Echt Stadt, Moin Gott, Erdkunde (Exlibris) Handshake, Bratwurst, Senf, Usedron Mondbasis 1. o. O * O Echtzeit Subjekt

  6. Hey Tim,
    erstmal muss ich Dir zustimmen in puncto Luftverschmutzung. So macht der Blick in die Sterne echt keinen Spaß mehr. In der Großstadt ist es besonders schlimm geworden, immerhin ist der Himmel auf dem Land so viel klarer… Hoffen wir, dass es so bleibt.
    Der Podcast ist aber auch wirklich gut gelungen, hat mir sehr gut gefallen! Die Ausführungen von Frau Liefke waren wirklich interessant, Hut ab!
    Beste Grüße Lukas

  7. Tolle Sendung und toll das das mit Raumzeit wieder so regelmäßig weitergeht.
    Für mich eins der besten Tools für Anfänger (und auch weit darüber hinaus) ist übrigens ganz simpel ein Fernglas. Unschlagbar günstig für den Einstieg und man muß nichts einpolen oder groß aufbauen. Ein einfaches Teil (ab 8×42) reicht völlig aus für den Anfang und unter 100 Euro bekommt man mittlerweile t richtig gute Gläser.

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