RZ068 Bodengestützte Astronomie

Der Blick ins All von der Erdoberfläche aus

Das Fernrohr und dann auch bald Spiegelteleskope waren die Basis für die frühen Erkenntnisse in der Beobachtung und das Verständnis des Universums – noch lange bevor an Raumfahrt zu denken war. Doch mit den Großspiegelteleskopen seit den 1990er Jahren wurde die Beobachtungsqualität noch einmal signifikant gesteigert und lieferte noch tiefere Einblicke in die Tiefen des Alles. Neuartige Steuerungssysteme erlauben nun die Konstruktion noch viel größerer Spiegelteleskope und in wenigen Jahren wird diese neue Generation die bisher schon beeindruckende Bildqualität noch um ein vielfaches steigern.

Ich spreche mit dem Astrophysiker und Professor für Beobachtende Astronomie an der Universität Hamburg Jochen Liske über Voraussetzungen für die Beobachtung des Alls, die Entwicklung der Teleskop-Technologie über die Zeit, die Herausforderungen der Astronomie als solcher, die Europäische Südsternwarte und ihre Großteleskope, künftige Projekte wie dem Extremely Large Telescope und dem kommenden Zeitalter der Multi-Messenger-Astronomie.

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Jochen Liske
Jochen Liske

Diese Sendung wurde am 16. November live vor 300 Gästen im Zeiss-Großplanetarium in Berlin aufgezeichnet. Das Gespräch wurde dabei visuell und interaktiv inhaltlich begleitet: auf der Kuppel wurden Bilder und Videos in klassischer 2D- und Planetariums-spezifischer Full-Dome-Projektion in Anlehnung an den Gesprächsverlauf gezeigt, wodurch die knapp zweistündige Sendung zu einem umfassenden Erlebnis für alle Zuhörer wurde. 

Es ist geplant, in ca. einem halben Jahr eine weitere Raumzeit-Folge live im Planetarium aufzunehmen. Dazu wird es hier im Blog oder auf Twitter rechtzeitig eine Ankündigung geben.

Mit dieser Sendung feiert Raumzeit auch sein 7-jähriges Bestehen: im November 2010 erschien die erste Ausgabe und anläßlich dieses Geburtstags ändert sich nun auch die bekannte Intro- und Outro-Musik des Podcasts. Ich hoffe, Euch gefällt die neue Variante so gut wie mir. Vielen Dank an Florian Erlbeck für die abermalig großartige Produktion, der schon so viele Podcasts der Metaebene klanglich ausgestaltet hat.

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Glossar

8 Gedanken zu „RZ068 Bodengestützte Astronomie

  1. Hallo Tim,
    Hallo Jochen,

    lieder ist Berlin sehr weit weg, könnt ihr damit nicht auf Tour durch alle deutschen Planetarien gehen. Hamburg würde mir persönlich schon reichen.

    Gruß aus Oldenburg

    Oliver

  2. Toller Gast und spannendes Thema.

    Ab 1:39:50 ist die Rede von einem Gamma-Ray-Blitz der 2 Sekunden nach den Gravitationswellen auf der Erde detektiert wurde. Bedeutet das, dass die Gravitationswellen schneller als das Licht waren oder wurden die erst später von der Neutronensternverschmelzung abgestrahlt?

    Ich finde es nach wie vor unglaublich, dass es gelingen konnte, auf der Erde tatsächlich Gravitationswellen zu detektieren, wenn man sich die Größenordnungen klarmacht. Vielleicht wäre ja mal ein Spezial-Podcast zu diesem Thema drin. Mich würde z.B. interessieren, wie dieses Projekt im Weltall realisiert werden kann.

    Btw., als sehr unterhaltsamen und kompetenten Gesprächspartner stelle ich mir schon lange Prof. Harald Lesch vor. Ach und das Thema Quantenmechanik müsste bei Raumzeit oder im CRE mal ausgiebig beackert werden. 😉

    Fazit. Prima Sendung. Vielen Dank an Tim und Jochen.

  3. Hi Tim, Hi Jochen,

    das war wirklich eine der besten Folgen von Raumzeit, selbst ohne live dabei gewesen zu sein.

    Ich freu mich schon auf die nächste Folge.

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